Ein Datenschutzbeauftragter ist erforderlich:

  • Auf jeden Fall bei Behörden oder öffentlichen Stellen, sofern die Tätigkeit nicht im Rahmen justizieller Handlungen erfolgt (Art. 37 Abs. 1 lit. a) DSGVO).
  • Wenn die Kerntätigkeit des Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiters in Verarbeitungen bestehen, die aufgrund der Art, des Umfangs oder der Zwecke, betroffene Personen umfangreich regelmäßig und systematisch überwachen (Art. 37 Abs. 1 lit. b) DSGVO).
  • Wenn die Kerntätigkeit des Verantwortlichen/Auftragsverarbeiters in der umfangreichen Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO oder von Daten über strafrechtliche Verurteilungen und/oder Straftaten gemäß Art. 10 DSGVO (Art. 37 Abs. 1 lit. c) DSGVO) besteht.
  • Wenn mehr als 20 Personen dauerhaft an der Verarbeitung personenbezogener Daten (§ 38 Abs. 1 Satz 1 BDSG) beteiligt sind.
  • Bei Verarbeitungen, die einer Datenschutzfolgenabschätzung unterliegen, unabahängig von der Anzahl der verarbeitenden Personen (§ 38 Abs. 1 Satz 2 BDSG).
  • Bei Verarbeitungen, die geschäftsmäßig übermittelt werden sollen, oder anonymisiert für Markt-/Meinungsforschungszwecke übermittelt werden sollen, unabahängig von der Anzahl der verarbeitenden Personen (§ 38 Abs. 1 Satz 2 BDSG).